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Fredeburger Schiefer

Fredeburger Schiefer

 

Handelsbezeichnung
EN 12440, Anhang A
Fredeburger Schiefer
Gesteinsart Schwarzer Tonschiefer
Synonyme Fredeburg, Fredeburger, Fredeburger Tonschiefer, Sauerland-Schiefer, Sauerländer Schiefer
Rohdichte nach DIN 52 102 2,77 - 2,85 kg/dm³
Biegezugfestigkeit nach DIN 52 112 43 - 55 N/mm²
Wasseraufnahme nach DIN 52 103 0,60 - 0,62 Gew.-%
Wärmeleitfähigkeit 1,7 - 2,0 W/(mK)
Mittlere Bruchlast für FZP-Anker
(Ankertyp M8, Einbindetiefe hv = 15 mm): Zugprüfung:
4,8 - 5,6 kN
Referenzobjekt: Universität in Karlsruhe/Baden-Württemberg
Einsatzgebiete: Dekorstein, zu Schieferplatten für Wand und Boden, Dachschiefer. Großformatige Werkstücke, wie z.B. Küchenarbeitsplatten und Treppen, sind möglich
Abbaugebiet: Deutschland,Nordrhein-Westfalen, Schmallenberg-Bad Fredeburg
Hersteller:

Schiefergruben Magog GmbH & Co. KG
D 57392 Bad Fredeburg-Schmallenberg/Deutschland;
Email: info@magog.de;
Website: http://www.magog.de;

 
 
 

Geschichte des Fredeburger Schiefers

Im Jahre 1859 begann der Abbau des Fredeburger Schiefers in der Grube Magog. Dort wurde in einer Tiefe von 200m in einem Stollen von 1000m Länge und 80m Breite der Fredeburger Schiefer abgebaut.
Heute sind in diesem Werk noch 30 Mitarbeiter beschäftigt um Schieferplatten, Dachschiefer und spzielle Aufträge wie schiefer-arbeitsplatten herzustellen, von denen noch vier unter Tage arbeiten. Die maximale Arbeitstiefe beträgt hier heute 120 m. 
Bereits im Jahre 1851 wurde bei Ausschachtungsarbeiten für einen Bierkeller ein Schiefervorkommen entdeckt, welches von einer Qualität Ergiebigkeit war, dass ein Abbau lohnend schien. Auf Grund dieser Entstehungsgeschichte trug diese Grube den Namen "Bierkeller". 1970 wurde die Grube "Bierkeller" in das Untrenehmen Magog eingegliedert wie auch 1990 die Grube Felicitas Hesse & Schneider, die mittlerweile stillgelegt wurde.

Die zusammengelegten Gruben bilden das Verbundwerk "Magog-Gomer-Bierkeller", die letzte aktive Schiefergrube in Nordrhein-Westfalen von einstmals über 100 Schiefergruben.

 

 

Das Verbundwerk "Magog-Gomer-Bierkeller"

 

Durch die Schließung der Grube "Felicitas" besteht dieses Verbundwerk , welches das Unternehmen Magog betreibt, aus den Gruben Magog, Gomer und Bierkeller".
Verbunden werden die Gruben Bierkeller und Gomer durch eine Verbindungsstrecke der zweite Tiefbausohle der Grube Bierkeller mit der dritten Sohle der Grube Gomer
Die Gruben erstrecken sich auf eine Länge von etwa 1000 m. Erschlossen werden sie durch zwei Schrägschächte. Der alte Schacht Magog dient als Wetterschacht und der alte Schacht Gomer als Förderschacht. An diesen ist der Abbau der dritten Sohle in etwa 100 m Tiefe angeschlossen. Das Grubenfeld Bierkeller wurde inzwischen stillgelegt.

Im Bereich des Bergwerks lassen sich bis zu sechs Dachschieferlager ausmachen. Zusammen machen sie ein etwa 30 m mächtiges nördliches Lager und ein etwa 14 m mächtiges südliches Lager aus. Beide Bereiche werden durch härteren Tonstein und Sandstein voneinander getrennt.

Bei den hier geschilderten Dimensionen wird auch deutlich, wo die Problematik dieser Produktionsstätten liegt: Der Abbau kleiner Lagerstätten unter Tage erfordert ganz anderen Aufwand als der Tagebau in Südeuropa und in Überssee. Erfolgte der Abbau im Verbundwerk noch bis in die 1970er Jahre durch Bohren und Sprengen im Kammerbau so hat auch hier die Automatisierung in Form von Sägegeräten und Hydraulikhämmern einzug gehalten. Im Vergleich mit den Bildern aus dem Schieferabbau unseres brasilianischen Partnerunternehmens wird aber schnell klar, dass hier in vollkommen anderen Preisregionen verkauft werden muss.

Ein weiteres gravierendes Problem sind Tagesbrüche. Das sind Absenkungen an der Erdoberfläche durch einstürzrnde Stollen in der Tiefe. Diese kamen im Bereich des Verbundwerkes 1976 und 1990 vor.
Beim jüngsten Tagesbruch der stillgelegten Grube "Bierkeller" wurde ein Gebäude zerstört.

 

 

Fredeburger-Schiefer - auch im Innenausbau ein Genuß!

 

Der Fredeburger-Schiefer mit seiner gleichmäßigen Farbe und seiner feinen Struktur passt hervorragend zur Innenarchitektur unserer Tage, welche die weißen Wände gerne mit ausdrucksstarken Böden kombiniert. Dabei sind Schieferplatten  aus diesem Material auch haptisch ein Erlebnis. Der Fuß wird immer wieder neue Formen und Strukturen erfühlen. 
Bedauelich ist, dass der hohe Preis der Verbreitung dieses Schiefers im Wege steht. Er sollte aber vor allem in öffentlichen Gebäuden stärker Verwendung finden.

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