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Betende in der Nacht

 Fotograf: https://pixabay.com/de/users/Unsplash-242387

Gebet

Liebe Nacht! Auf Berg und Wiese
ruhst du, stille Trösterin.
An dem Saume deines Mantels
leg' ich all mein Wünschen hin.

Liebe Nacht! An deinen Brüsten,
Mutter aller Frömmigkeit,
ruhe meine Unrast, schlafe
all mein Sehnen und mein Leid.

Liebe Nacht! O wiege, wiege
dieses Herzens Drängen ein!
Laß mich still wie du, gelassen
und umfassend laß mich sein!

 

Otto Julius Bierbaum

(1865 - 1910)

auch Martin Möbius, deutscher Lyriker, Romanautor
und Herausgeber der Zeitschrift »Pen«

 

Nacht mit Küste und Irrlicht

Fotograf: https://pixabay.com/de/users/ColiN00B-346653/

 

Wenn am Tag Zenith und Ferne
blau ins Ungewisse fließt,
nachts die Überwucht der Sterne
himmlische Gewölbe schließt,

So am Grünen, so am Bunten
kräftigt sich ein reiner Sinn,
und das Oben wie das Unten
bringt dem edlen Geist Gewinn.

 

Johann Wolfgang von Goethe

(1749 - 1832)
Deutscher Dichter der Klassik
Naturwissenschaftler und Staatsmann

LagerfeuerFotograf: pixabay.com/de/users/KRiemer-932379

 

Du Dunkelheit, aus der ich stamme
ich liebe dich mehr als die Flamme,
welche die Welt begrenzt,
indem sie glänzt
mich nicht so sehr verhinderte am Wachen -
für irgend einen Kreis,
aus dem heraus kein Wesen von ihr weiß. Aber die Dunkelheit hält alles an sich:
Gestalten und Flammen, Tiere und mich, wie sie's errafft,
Menschen und Mächte - Und es kann sein: eine große Kraft
rührt sich in meiner Nachbarschaft. Ich glaube an Nächte.

 

Rainer Maria Rilke

(1875 - 1926)

Eigentlich René Karl Wilhelm Johann Josef Maria
Österreichischer Erzähler und Lyriker

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