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Glocken Museum

Fotograf: pixabay.com/de/users/ResoneTIC-49470

 

Nun ist es stiller Abend wieder;
Den Tag singt Glockenklang zu Grab;
Die Sonne sank im Westen nieder,
Und linde Dämmrung steigt herab.

Mir ist, ich hör't wie Schlaf und Träume
Die Schöpfung küßten neben mir;
Es weht ein Hauch durch die Flur und Bäume
Und lispelt: "Friede sei mit dir!"

Karl Siebel
(1836 - 1868)

Vollmond mit Wolken

 Fotograf: pixabay.com/de/users/Unsplash-242387

 

Es zieht herauf die stille Nacht

 

Es zieht herauf die stille Nacht
Und decket alles Land;
Groß, ruhig liegt die Sternenpracht
Der Himmel ausgespannt.

 

Es gehet still und leis die Luft,
Rings schlummert Blum' und Baum;
O nur ein Klang, o nur ein Duft,
Ein leiser Schöpfungstraum.

 

Das ist für mich die süße Zeit,
Mein dunkles Herz erglüht,
Und Frieden, Schönheit, Seligkeit
Durchfühlen mein Gemüt.

 

Mein kühles, ernstes Herze lacht,
Das tags erstarred stand;
Mein dunkles Herz, die dunkle Nacht
Sie sind sich ja verwandt.

 

Wolfgang Müller von Königswinter
(1816 - 1873)

Eigentlich Peter Wilhelm Karl Müller
Deutscher Arzt, Politiker und Dichter

 

 Nächtlicher See vom Mond beschienen

 Fotograf: pixabay.com/de/users/Hans-2/

 

Dämmrung senkte sich von oben,
Schon ist alle Nähe fern;
Doch zuerst emporgehoben
Holden Lichts der Abendstern!
Alles schwankt ins Ungewisse,
Nebel schleichen in die Höh;
Schwarzvertiefte Finsternisse
Wiederspiegelnd ruht der See.

 

Nun im östlichen Bereiche
Ahn ich Mondenglanz- und glut,
Schlanker Weiden Haargezweige
Scherzen auf der nächsten Flut.
Durch bewegter Schatten Spiele
Zittert Lunas Zauberschein,
Und durchs Auge schleicht die Kühle
Sänftigend ins Herz hinein.

 

Johann Wolfgang von Goethe
(1749-1832)

Deutscher Dichter der Klassik, Naturwissenschaftler und Staatsmann

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