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Untergehende Sonne mit WolkenFotograf: pixabay.com/de/users/dakzxz-190526/

 

Sonnenuntergang

Wo bist du? trunken dämmert die Seele mir
Von all deiner Wonne; denn eben ist's.
Daß ich gelauscht, wie goldner Töne
Voll der entzückende Sonnenjüngling.

Sein Abendlied auf himmlischer Leier spielt'.
Es tönten rings die Wälder und Hügel nach.
Doch fern ist er zu frommen Völkern,
Die ihn noch ehren, hinweggegangen.

Johann Christian Friedrich Hölderlin

(1770 - 1843) deutscher evangelischer Theologe, Dramatiker und Lyriker

 Lagerfeuer am Strand

 Fotograf: pixabay.com/de/users/wam1023-44220/

 

Zur Nacht

Vorbei der Tag! Nun laß mich unverstellt
Genießen diese Stunde voller Frieden!
Nun sind wir unser; von der frechen Welt
Hat endlich uns die heilige Nacht geschieden.

 

Laß einmal noch, eh sich dein Auge schließt,
Der Liebe Strahl sich rückhaltlos entzünden;
Noch einmal, eh im Traum sie sich vergißt,
Mich deiner Stimme lieben Laut empfinden!

 

Was gibt es mehr! Der stille Knabe winkt
Zu seinem Strande lockender und lieber;
Und wie die Brust dir atmend schwellt und sinkt,
Trägt uns des Schlummers Wellesanft hinüber.

 

Theodor Storm
(1817-1888)

 

Sternenhimmel mit schauendem Schatten

 Fotograf: pixabay.com/de/users/skeeze-272447/

Nachtlied

Quellende, schwellende Nacht,
Voll von Lichtern und Sternen;
In den ewigen Fernen,
Sage, was ist da erwacht!

 

Herz in der Brust wird beengt,
Steigendes, neigendes Leben,
Riesenhaft fühle ich's weben,
Welches das meine verdrängt.

 

Schlaf, da nahst du dich leis,
Wie dem Kinde die Arme,
Und um die dürftige Flamme
Ziehst du den schützenden Kreis.

 

Christian Friedrich Hebbel
(1813 - 1863)

Deutscher Dramatiker und Lyriker

 

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