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Ich habe zur letzten guten Nacht

Ich habe zur letzten guten Nacht
Dein liebes Bild geküßt,
Da war mir, als hätte der Mund gelacht,
Das Auge mich freundlich begrüßt.

 

Die Züge lebten in warmem Glanz,
Durchhaucht vom atmenden Weh'n,
Du warst es selbst, du warst es ganz,
Als sei ein Wunder geschehn.

 

Da hab' ich zur letzten guten Nacht
Noch einmal dein Bild geküßt;
Mir ist, als hättest du gelacht,
Und als ob ich weinen müßt'. 

 

Franz Freiherr von Dingelstedt (1814 - 1881)

Schriftsteller und Theaterleiter, Meister der politischen Satire,
wurde 1851 Intendant des Hoftheaters in München,
1857 Generalintendant in Weimar und
1867 Direktor der Hofoper
1870 des Burgtheaters in Wien

 

 

nature 845849 1920

 Foto: Johnny Lindner, Freiberg

 

Trost der Nacht


Weiche Hände hat die Nacht

Und sie reicht sie mir ins Bette;
Fürchtend daß ich Tränen hätte,
Streicht sie meine Augen sacht.


Dann verläßt sie das Gemach;

Rauschen hör' ich, sanft und seiden;
Und den Dornenzweig der Leiden
Zieht sie mit der Schleppe nach.


Ludwig Jacobowski (1868 - 1900)

Deutscher Lyriker, Schriftsteller und Publizist

 

 

 

moonlight through trees 1616303 1920

Foto: https://pixabay.com/de/users/Wildernessman

 

Heut Nacht, mein Lieb, da nehm ich dich

in meinen Traum.

Da ist's so licht. Und sänftiglich

selbander liegen wir wohl unter einem grünen Baum

und schauen durch das Grün das Blau.

Ach, Freundin, trau

dem Grün, dem Blau,

dem Licht, der Nacht, dem Schläfer und dem Traum. 

 

Rudolf Georg Binding (1867 - 1938)

Deutscher Schriftsteller

 

 

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